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Donauwellenreiter - Bis immer mehr zum Vorschein kommt

Donauwellenreiter sind eine der spannendsten, ungewöhnlichsten und innovativsten Formationen, die sich aus Wien heraus entwickelt haben. Längst sind sie international gefragt.

Die Donauwellenreiter / FotoCredit: Apollonia Bitzan

Pianist Thomas Castaneda ist einer der Wenigen in der Wiener Musikszene, der nicht in allen möglichen Projekten zu finden ist. Wenn Zeit ist, arbeitet er lieber an improvisierten Konzerten. Das kann durchaus recht unkonventionelle Ausformungen annehmen. So hat er auch schon tagelang ein Piano am Marktplatz in seiner Tiroler Heimatgemeinde aufgestellt. Es ist ihm wichtig zu beobachten, wie die Hausfrau reagiert, die vom Einkaufen vorbeikommt. Sein Vater kommt aus Mexiko, er ist gebürtiger Tiroler Er war es auch, der das Werkl ins Laufen gebracht hat und die Mitmusikanten zu Donauwellenreiter gesucht und gefunden hat. Waren es früher praktisch ausschließlich seine Ideen, die in die Kompositionen eingeflossen sind, haben sich Donauwellenreiter mit der Arbeit an ihrem neuen Album nun immer mehr hin zu einem Kollektiv entwickelt. Das liegt freilich nicht zuletzt an der neuen Besetzung. Alle Mitglieder haben Kompositionen beigesteuert. Vom Drummer Jörg Mikula stammt das erste Stück "Zagabunga". Er ist zweifellos einer der vielseitigsten Schlagzeuger Österreichs und ist im Jazz genauso wie im Rock zu Hause. Zudem versiert in afrikanischen und arabischen Rhythmen. Dabei geht es hier nicht um die Taktgebung, viel mehr um aktive Mitgestaltung, um die Atmosphäre der Donauwellenreitermusik, die er einfühlsam und innovativ mitgestaltet. Der Cellist und Komponist Lukas Lauermann wirkt als Solo-Performer, bei Soap & Skin und A Life, A Song, A Cigarrette und ist gefragter Sideman und Studiomusiker, wie bei Der Nino aus Wien. Ansonsten ist er auch Theatermusiker. Die Violinistin und Sängerin Maria Craffonara kommt aus Südtirol, und ihre Muttersprache ist ladinisch. Die drei Kompositionen mit Text auf dem neuen Album werden von ihr denn auch in ladinischer Sprache gesungen. Mit Ausnahme von Lukas Lauermann wirkten die Musiker tragend auf dem letzten, epochalen Soloalbum "Ashanti Blue" des Komponisten, Akkordeonspielers und Sängers Stefan Sterzinger mit, diesem kompromisslosen, angenehm widerständigen, wienerischen Urgestein. Nicht weniger epochal erscheint nun "Euphoria", das sich immer mehr und mehr entfaltet. Vielleicht schöner und weiter als man denkt. leiss

Aktuelle CD

Donauwellenreiter: "Euphoria", Vertrieb: Hoanzl

Web-Tipp

www.donauwellenreiter.com

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