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40 Jahre Ostinato

Isn’t that jazz? Yes, it isn’t!  

Eine österreichische Institution feiert Geburtstag: Am 12. Mai lädt die legendäre Band Ostinato zum Funk- und Fusion-Hochamt in den Wiener Gasometer, um mit neuer CD und illustren Gästen wie Peter Legat, Wolfgang Puschnig, Harry Sokal und Gina Charles ordentlich abzufeiern.

40 Jahre Ostinato

Es war Mitte der Siebzigerjahre, als Schlagzeuger Tommy Böröcz und Gitarrist Claudius Jelinek mit Hannes Seidl (keys) und Gogo Weinberger (b) Ostinato gründeten. Damals war die Fusionwelle auf ihrem Höhepunkt; inspiriert von Vorbildern wie Chick Corea, Herbie Hancock, den Brecker Brothers und Weather Report kreierte die Band bald ihren eigenen Stil aus Funk-, Rock-, Jazz- und - als Nachwirkung einer sehr erfolgreichen Südamerika-Tournee - Latin-Elementen.

Ostinato besteht mit Unterbrechungen und nach unzähligen Umbesetzungen bis heute und ist diesem Stilmix treu geblieben. Nachdem in den Anfangsjahren der Perkussionist Andi Steirer und der Gitarrist Rens Newland zur Stammbesetzung mit Tommy Böröcz stießen, standen bei Ostinato stets namhafte Vertreter des österreichischen Jazz mit auf der Bühne. Zum 40. Geburtstag der Band erscheint nun der achte Tonträger der Formation unter dem selbstironischen Titel "Isn't That Jazz? Yes, It Isn't!".

 

Das Who's Who der heimischen Jazzszene

Die beiden Ostinato-Masterminds Böröcz und Newland haben sich die Mühe gemacht, im Booklet der neuen CD alle, aber auch wirklich alle, Musikerinnen und Musiker aufzulisten, die in der langen Bandgeschichte ihre vokalen wie instrumentalen Beiträge leisteten. Die Liste umfasst stolze 62 Namen, darunter allein 15 Trompeter von Bumi Fian bis Lee Harper oder 12 Keyboarder von Peter Ponger bis Uli Rennert. Man kann es also durchaus als Adelsprädikat bezeichnen, wenn man einmal in dieser Band gespielt hat. Tommy Böröcz: "Nach 40 Jahre noch mit Ostinato zu spielen zu dürfen bedeutet mir sehr viel, da ich durch diese Band mit unterschiedlichen Musikern aus unterschiedlichen Generationen sehr viel an Erfahrungen gesammelt habe."

Auch die aktuelle Besetzung kann sich sehen (und hören) lassen: neben den erwähnten "Langzeit-Ostinati" Böröcz, Steirer und Newland bilden Trompeter Horst-Michael Schaffer, Altsaxofonist Andreas See, Tenor- und Sopransaxofonist Christian Maurer, Keyboarder Martin Wöss und Bassist Robert Riegler das hörenswerte 2017er-Lineup. Nach wie vor geht es um den Spaß an der Freud', um mitreißende Live-Performances, um Groove und um virtuose Soli bis zum Abwinken. Und das wird es garantiert auch beim großen Jubiläumskonzert geben, das mit Unterstützung der Casinos Austria am 12. Mai im Planet Gasometer in Wien stattfindet und das gleichzeitig den Tourneeauftakt bildet.

Zurück zur CD: "Isn't That Jazz? Yes, It Isn't!" dauert luxuriöse 70 Minuten und enthält 14 neue Songs aus der Feder von Tommy Böröcz, Rens Newland und Martin Wöss, alle im typischen Funk-Fusion-Latin-Sound der Band. Treibende Solovehikel wie "Saxomatic House" oder "Fonk Is Our Fate" wechseln sich mit Hommagen an Josef Zawinul ("Joe"), Jimi Hendrix ("The Wind Carries The Blues Away") und Miles Davis ("Turnstone") ab.

Das Schlusswort gehört wieder Tommy Böröcz: "Bedingt durch den großen Zeitraum, der unsere kreative Arbeit stets durch verschiedene Epochen geführt hat, schätze ich mich sehr glücklich, durch mein Spiel und meine Kompositionen mit Ostinato weiter aktiv am Musikgeschehen teilhaben zu dürfen." Martin Schuster

CD-Tipp:

Ostinato "Isn't That Jazz? Yes, It Isn't!", Jive Music, Vertrieb: Preiser Records

Live-Tipp:

12.05.: Planet Gasometer - Jubiläumskonzert mit Harry Sokal, Peter Legat u.a.

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