Concerto > Concerto-Ausgaben > Ausgabe 3/2015 > Alberto Sanz Trio

O Que Sera, Signor Albert!

Pianist Albert Sanz auf lateinamerikanischen Ton-Spuren 

Mit „O Que Sera - Was ist richtig ?“ stellt der in Zürich lebende und aus Valencia stammende spanische Pianist und Komponist Albert Sanz einen tiefgründigen Satz in den künstlerischen Raum und greift mit dieser Titel-Zeile von Chico Buarque auch auf ein wichtiges, musikalisch reiches, lateinamerikanisches Basis-Wissen „+ Ellington“ zurück. Mit Latin-Jazz Piano-Trio Music lässt sich diese in New York 2011 aufgenommene zweitägige „Recording-Session“ sehr genau umschreiben und die Beziehungsfrage zwischen dem Jazz & World Heritage und der Gegenwart an Hand dieses Beispiels wieder einmal neu aufwerfen.

Zwischen den Jazzwelten

Die künstlerischen „Jazzbeziehungen“ zwischen Europa und den USA laufen nach wie vor - trotz unterschiedlicher Wahrnehmung in den jeweiligen Kontinenten - auf zumeist konträre Weise. Während dem traditionellen Jazz in Europa in starkem Ausmaß die Contemporary Improvised Music im Schnittbereich zur neuen Musik, Elektronik und Volksmusik selbstbewusst gegenübersteht und von Kolleginnen der Szene, den Kritikern in den Feuilletons und einer wachsenden Öffentlich diskursiv wahrgenommen wird, dominieren in den USA außerhalb der Metropolen wie New York oder Chicago nach wie vor das American Songbook oder sehr stark auch der Latin Jazz. Albert Sanz folgt auf “O Que Sera” seinen lateinamerikanischen Emigrations-Wurzeln mit US-klassischer Pianotrio-Spielweise (mit seinem in Tradition und Moderne erfahrenen Landsmann Javier Colina am Kontrabass und der amerikanischen Drummer-Legende Al Foster) in einem Brasilian-Songbook der Komponisten Ivan Lins, Chico Buarque und Antonio Carlos Jobim. Leichtes, „perlendes Spiel“ mit romantischem Touch, das die mit viel Atmosphäre aufgeladenen Melodien umweht, bestimmt den Charakter des Albums, das sich, weit vom europäisch üblichen Kunstcharakter der Musik entfernt, in die Alltagskultur und -wirklichkeit Südamerikas begibt, an der sie einen wesentlich präsenteren Anteil hat.

. over troubled water …

Die auf der Cover-Rückseite abgebildete Brücke symbolisiert damit sehr genau das Verbindende in der Musik von Albert Sanz, das Fließen der Töne, das Wiederkehrende und Verschwindende, die über das Leben hinausreichende Zeitlosigkeit der Kunst, da ist Duke Ellington's abschließende „Sophisticated Lady“ nur eine weitere Hommage an eine der prägenden Persönlichkeiten des „eternal“ Jazz. tHo

AKTUELLE CD: Albert Sanz Trio “O Que Sera”, Unit Records, Vertrieb: Harmonia mundi

WEB-TIPP: www.albertsanzmusic.com

 


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