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Diknu Schneeberger Trio: Dankesgruß an die Ahnen

Etwa vor 10 Jahren rumorte es in der Wiener Jazzszene gewaltig. Der Bassist Joschi Schneeberger, ein Fixstarter der obersten Jazz-Liga, soll einen Sohn haben, der "göttlich" Gitarre spielt: Diknu.

Diknu Schneeberger / Foto: Mati Machner

Nach 2 Lehrjahren hatte Diknu einen Level erreicht, der jenen seiner Lehrer locker übertraf. Beide Herren sind selber Gitarristen mit beachtlichem Können. Sowohl der Wiener Gypsy Striglo Stöger, als auch Martin Spitzer gelten in Jazzkreisen als namhafte Musiker. Vielleicht kennen sie den Sketch Karl Valentins, in dem der Schüler flugs besser als der Lehrmeister auf der Klarinette spielt. So mag es wohl auch Martin Spitzer ergangen sein, als er nach einem Jahr feststellte, dass ihm Diknu an Technik, Kreativität und Talent weit voran lag. Spitzer stellte dazumal, laut Diknu, lapidar fest, dass er ihn fortan als seinen Kollegen sah und dankbar sei, mit ihm spielen zu dürfen. 2007 debütierte Diknu mit dem Album „Rubina“ und wurde zu Recht als 17 jähriges „Bürscherl“ mit dem Hans-Koller-Preis gewürdigt.

10 Jahre Jubiläum

Mit dem Album „Feuerlicht“ bejubelt Diknus Trio den 10jährigen Band-Bestand und nahm mit Hilfe der CASINOS AUSTRIA music line ein wunderbares Album auf. Neben dem phänomenalen Diknu an der Gitarre spielt Papa Joschi den Kontrabass und Martin Spitzer die stramme Rhythmusgitarre. Gerade dieser perfekte und akzentuierte Rhythmus lässt dem einstmaligen Wunderkind und nun 28jährigen Superstar, der auch international verehrt wird, viel Raum, um im Gypsy-Sound zu swingen. Mehr als die Hälfte der Nummern komponierte Diknu selber; als Anspieltipp z.B. „Abenteuer Erde“, das ungebremst durch den Plafond rauscht. 6 Songs sind gecovert und haben durch Retro-Charakter und frankophile Passagen Charme und Reiz. Einfach schön, „Indifference“ des französischen Bandoneon-Spielers Tony Muréna oder „Rumba Sunset“ des holländischen Sinto Stochelo Rosenberg wieder zu hören. Das älteste Lied ist „Danse Norvegienne“ des Romantikers Edward Grieg (verst. 1907), das schnellste vom berühmtesten und unsterblichen Vater des Sinti-Jazz, Django Reinhardt, „Appel Indirect“. Mit “Feuerlicht“ dankt Diknu den Ahnen seines Volkes für sein Ingenium. Ernst Weiss

CD-TIPP: Diknu Schneeberger Trio, „Feuerlicht“, City Park Records, www.jivemusic.at

LIVE-TIPPS:

29.06.: Bruck/Leitha, Seidl Keller

04.08.: Linz,Arkadenhof

WEB-TIPP: www.diknuschneeberger.com

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