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Jazzfest Bonn 2018 endet im Freudenrausch

In 24 einmaligen Konzerten präsentierte das neunte Jazzfest Bonn Jazz in ausverkauften Räumen der Stadt

Bonn am Rhein bietet sowohl eine wunderschöne Landschaft als auch ein tolles Jazzfestival jedes Jahr im Mai. / Foto: Herbert Höpfl

Mit stehenden Ovationen ist am Samstag den 12. Mai 2018 das 9. Jazzfest Bonn zu Ende gegangen: Über 400 Besucher feierten den Abschluss mit einem Doppelkonzert von Martin Albrechts Scriabin Code und dem Michael Wollny Trio in der Bundeskunsthalle.
Insgesamt waren in dem knapp dreiwöchigen Festival 24 Konzerte an zwölf Abenden mit über 100 Künstlern in unterschiedlichen Räumen der Stadt zu erleben. Mehr als 6.000 Besucher kamen zu den ausverkauften Konzerten. Peter Materna zeigte sich sehr zufrieden: "Es ist fantastisch, wenn ein Programm so viele begeisterte Menschen erreicht. Es waren, durch die Bank, sehr schöne Konzerte - musikalisch und atmosphärisch einmalig", sagte der Gründer des Festivals.

Eine der Hauptakteure des Festivals: Julia Hülsmann / Foto: Höpfl

Das von Materna kuratierte Programm bildete verschiedenste Stilistiken ab, zeigte sich mal melodiös, mal experimentell, mal beruhigend, mal aufhorchend. Vereinend war einzig die durchweg hohe Qualität der Darbietungen. Immer wieder gaben sich Altmeister und Nachwuchsmusiker auf einer Bühne das Mikrophon in die Hand: Eröffnet wurde das Festival von der Nachwuchsband SASKYA, im Anschluss bot der über Genregrenzen hinweg bekannte Nils Landgren mit seinem Quartett mitreißende Unterhaltung im Jazzgewand. Ein weiteres Konzert-Highlight war unter anderem das Doppelkonzert im Telekom Forum mit Ed Motta und Incognito, sie tauchten das mit rund 1.000 Gästen ausverkaufte Forum für einen Abend in brodelnde Clubatmosphäre. 

Wolfgang Haffner / Foto: Höpfl

In den folgenden Tagen begeisterten Musiker wie der Vokalkünstler Andreas Schaerer mit seiner Band A Novel Of Anomaly, das Lage Lund Trio in der Brotfabrik oder Julia Hülsmann und Christopher Dell mit einer Uraufführung im Beethoven-Haus Bonn. Im Opernhaus war das Jazzfest Bonn in diesem Jahr erstmals mit einem Doppelkonzert vertreten: Der weltweit stilprägende Jazz-Gitarrist John Scofield eröffnete den Konzertabend mit seinem aktuellen Programm "Country for Old Men". Er übergab nach einem berauschenden Konzert mit einem Lächeln an das Bundesjazzorchester: "Jetzt mache ich die Bühne frei für die besten jungen Musiker Deutschlands. Wir Alten verblassen, aber so soll es auch sein, hier erklingt die Zukunft". Das Bundesjazzorchester zeigte eine aufwendige Produktion mit Filmen aus der Zeit des Bauhaus und zeitgenössischen Kompositionen - ein Abend, der ganz im Sinne des Konzepts von Peter Materna endete. Dem Publikum wurde neben betörenden Melodien viel Neues geboten.

Jazz-Zampano und Seele des Bonner Festivals: Peter Materna. Foto: Höpfl

Im kommenden Jahr feiert das Jazzfest Bonn sein 10-jähriges Bestehen.

Über das Programm verrät Peter Materna (links im Bild) noch nichts, doch die Planungen laufen bereits auf vollen Touren:

Zwischen dem 17. Mai und 2. Juni 2019 wird Bonn erneut ganz im Zeichen des Jazz stehen. Nähere Infos: www.jazzfest-bonn.de 

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