Concerto > Concerto-Ausgaben > Ausgabe 4/2015 > Aniada A Noar

Unbeirrbar authentisch

Seit 33 Jahren gehen Aniada a Noar unbeirrt ihren Weg. Stets offen für Neues und doch tief in der Steiermark verwurzelt.

Aniada A Noar / Foto: Gabi Konegger

Aniada a Noar macht seit einiger Zeit als Trio weiter. Michael Krusche geht seit 2013 eigene Wege. Nach dem hervorragenden Album „Khult“ ist das soeben erschienene „33“ ihre zweite Produktion zu dritt. Schon bald haben sie sich zu einer führenden Formation auf dem damals neuen Terrain der neuen Volksmusik entwickelt und sind in ihrer Bedeutung nicht hoch genug zu schätzen. Die drei Herren sind Vollblutmusiker. Solche, die man gemeinhin als Multiinstrumentalisten bezeichnet. Das beweisen sie einmal mehr und in aller Vielfalt selbstverständlich auch wieder auf ihrem neuen Album. Wolfgang Moitz ist ein begeisternder Flötist, egal ob mit Sopran-, Alt-, Altblock- oder Nasenflöte und Low-Flute. Auch spielt er Dudelsack, Piffero und Glockenspiel. Bertl Pfundner ist der Gitarrist und Zieh- und Mundharmonikaspieler. Außerdem spielt er Bass und Mandoline. Andreas Safer ist der Geiger der Gruppe. Aber auch er spielt außerdem noch Mandoline, Akkordeon, Singende Säge und Piffero. Auch die Texte und die Musik stammen ganz überwiegend von ihm, zwei Stücke von Wolfgang Moitz. Die Gesangseinlagen kommen von allen Dreien. Das Besondere an der Musik von Aniada a Noar ist ihre wunderbare Zeitlosigkeit in jeder Hinsicht. Die bearbeiteten Volksmusiken befinden sich im Einklang mit ihrer Umgebung, mit der Natur. Hier ist nichts aufgesetzt, nichts konstruiert. Hier existiert keinerlei Effekthascherei. Diese Musik ist ehrlich. Das ist heute alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Egal, woher die musikalischen Einflüsse auch kommen mögen. Sie verbinden locker friulanische Stücke im ¾ Takt, die als Stajare bezeichnet werden (das bedeutet Tanz aus der Steiermark) mit Tanzmelodien aus dem Raum Carnia im Nordosten Italiens. Die Reise kann nach Bologna gehen oder in die Camargue oder ganz einfach nur zum „Wüldboch“. Aber was immer die drei Herren zum Vortrage bringen: es klingt authentisch. Die Texte sind teilweise persönlich, es finden sich auch folkige Balladen. Genauso wird Raum für ihre wunderbaren Instrumentalstücke gegeben Andererseits mag man Aniada a Noar wegen ihrer Zeitkritik. Sowieso haben sie ihr Herz auf der richtigen Seite. Eben da, wo es hingehört. leiss

CD Tipp: Aniada a Noar: „33“, Vertrieb: Hoanzl

Web Tipp: www.aniada.at

Live Tipp: 25.08.: Kapfenberg, Chill Hill, 20.00 Uhr


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