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Kurt Elling:

Eine Sammlung weiterer vokaler Meisterstücke CD-Neuerscheinung „Passion World“

Vokalist Kurt Elling gehört zu einer seltenen Spezies von Sängern: Als legitimer Fortsetzer einer Mark-Murphysischen Schule liegt ihm an der Intention des Komponisten extrem viel. Das bedeutet aber, dass er sich niemals mit einer bloßen Nachahmung zufrieden geben würde. Respektvoll singt er sich jedes Stück so zurecht, als wäre es nur für ihn geschrieben worden. Dieses Rezept führt er seit Jahren konsequent fort – und erntet damit große Erfolge. Sein neuestes Album „Passion World“ ist eine musikalische Reise durch die Welt: von Brasilien nach Irland, von Deutschland nach Frankreich und von Schottland nach Kuba und Island. Das Hauptaugenmerk liegt aber vielmehr auf den Stimmungen, Emotionen, Erinnerungen und Bedürfnissen als auf der geografischen Zuordnung. Dennoch ist das wunderschöne Album auch eine echte Reise durch die musikalische Landschaft der Welt.


Kreativität versus Abklatsch

Wichtig sei ihm ein authentisches Album mit Musik, die er dann auf seinen ausgedehnten Konzerttourneen auch präsentieren kann. Das sei der Grund gewesen, kein Sinatra-Tribute-Album zu machen, sondern diese musikalische Reise aufzunehmen, die auch ein Tribute an seine internationalen Freunde ist, erklärte Elling bei seinem Gastspiel im Wiener Konzerthaus im März 2015. Damals war das Album schon aufgenommen. Stolz erwähnte er dabei die Kooperation mit der WDR-Bigband, dem Trompeter Till Brönner oder dem Scottish National Jazz Orchestra. „Was mich besonders freut, war dass mich die polnische Sängerin Ana Maria Jopek auf das Pat Matheny Stück ‚After The Door’ aufmerksam gemacht hat. Ich habe dann englische Lyrics dazu geschrieben.“ Berührungsängste mit anderen musikalischen Genres hatte und hat der sympathische Sänger ohnehin nie gehabt. So findet sich Johannes Brahms Liebeslied „Nicht Wandle, Mein Licht“ ebenso auf dieser spannenden CD wie Björks „Who Is It“, Richard Gallianos „Tangled Road“ oder der U2-Hit „Where The Streets Have No Name“. Niemals wirkt ein von Elling vorgetragener Song farblos oder banal. Das zeigte er auch beim Live-Konzert in Wien vor vollem Haus: Hier interpretierte er etwa den Richard-Rodgers-Song „I Have Dreamed“ aus dem Musical „The King And I“ und verzichtete auf das getragene Pathos, das diesem Song so oft umgehängt wurde. Duke Ellington sagte einmal, es gebe nur gute oder schlechte Musik. Kurt Elling tritt den Beweis an, denn alles was er interpretiert, hat Klasse. woolf

 

Aktuelle CD: Kurt Elling „Passion World“, Concord, Vertrieb: Universal

Web-Tipp: www.kurtelling.com

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