Concerto > Concerto-Ausgaben > Ausgabe 4/2016 > Maria Radutu

Maria Radutu: Insomnia

Eine junge Pianistin, die zwar aus der „Klassik-Ecke“ kommt, aber einen eigenen Weg geht. Mit „Insomnia“ legt Maria Radutu ein eigenwilliges und stimmiges Konzeptalbum vor und entführt uns - in die Nacht.

Maria Radutu /FotoCredit: Andrej Grilc
Foto: Andrej Grlic

Sie wuchs in Bukarest in einem typischen Plattenbau auf, kam mit 14 erstmals nach Wien und lebt seit ihrem 15. Lebensjahr in Österreich, wo sie nach Abschluss ihres Studiums mit Konzerten, aber auch außergewöhnlichen Projekten aufhorchen ließ. Maria Radutu hat schon im Wiener Musikverein, in der Carnegie Hall oder in Peking gastiert; daneben formierte sie 2013 das groovig-unkonventionelle New Piano Trio mit Florian Willeitner (Violine und Komposition) und Ivan Turkalj (Cello), mit dem sie die Grenzen von Klassik, Folk und Jazz überschreitet, und sie rief das viel beachtete Projekt "Building Bridges - Kunst in Bewegung" ins Leben, in dessen Rahmen sie Workshops und Konzerte von und für jugendliche Flüchtlinge veranstaltet. "'Insomnia' ist das persönlichste Programm, das ich je zusammengestellt habe, und es will einen Zugang für jeden Zuhörer schaffen, in sich das Persönlichste zu suchen", sagt Radutu über die neue CD. Die Idee dazu kam ihr während langer nächtlicher Zugfahrten zwischen Bukarest, Paris und Wien: "In der Nacht, wenn wir schlaflos liegen und alle Gedanken willkürlich gemischt werden, von einem zum anderen, immer schneller, sprunghafter - bis sich alle in eine einzige große Fläche vermischen, aus der wir endlich wieder unseren Puls hören können."

Die nächtliche Reise beginnt mit dem „Poème Nocturne“ des Russen Alexander Skriabin und geht dann - einmal impressionistisch-zart, einmal bedrohlich-impulsiv, einmal nachdenklich - mit ausgewählten Kompositionen aus Frankreich (Gabriel Fauré), Estland (Arvo Pärt), Finnland (Jean Sibelius), Venezuela (Reynaldo Hahn), Lettland (Peteris Vasks) und Kroatien (Margareta Ferek-Petric) weiter, um quasi mit einem Morgengebet zu enden: „Ohne Worte“ des Österreichers Christoph Cech mit dem Saxofonisten Clemes Salesny als improvisierendem Solisten.

Wie heißt es im Booklet? „Impressionistisch, bizarr und verzweifelt - das Album für schlaflose Nächte, um Schritt für Schritt das Versöhnliche und Erfüllende zu finden ...“     Martin Schuster

CD-Tipp: Maria Radutu „Insomnia“, Decca Records, Vertrieb: Universal

Web-Tipp: www.mariaradutu.com

Kontakt

CONCERTO-Magazin,
P.O.Box 144, A-3830 Waidhofen/Thaya, Austria
e-mail: concerto@concerto.at 
Tel. (++43) 2842-54904
Fax (++43) 2742 222 333 93 92 

Bankadresse: Waldviertler Sparkasse Bank AG, Austria
IBAN: AT 44 20272 00900 000845
Swift/Bic-Code: SPZWAT21XXX
Empfänger: Concerto-Verein

Wo kann man das CONCERTO-Magazin kaufen?

Hier erfahren Sie es!