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Elisabeth Lohninger: New Yorks Österreich-Stimme

Dass eine österreichische Jazz-Vokalistin auf der anderen Seite des 'Großen Teichs' - mitten im aufregenden Ambiente des Big Apple - erfolgreich ist, hat nicht nur mit Glück zu tun: Elisabeth Lohninger ist eine Könnerin - und mehr noch, eine grandiose Sängerin. Und das beweist sie auf der neuen CD "Eleven Promises" erneut wieder. Die elf Stücke halten definitiv, was sie versprechen.

Elisabeth Lohninger / FotoCredit: Rossa Gazarian

Elisabeth Lohningers Musik lässt sich nicht schubladisieren - sie ist ein ganz eigenes 'Amalgam' aus Jazz, Singer-Songwriter, Soul und Pop. Wenn sie sich einmal dazu entscheidet, einen Standard mit ins Repertoire zu nehmen, dann klingt der hundertprozentig nicht so, wie man ihn kennt. Das Schöne an Lohninger ist ihre Stimme, die einfach verzaubert - und das tut sie seit mittlerweile zehn CDs. Auch auf ihrem elften Album sind wieder ein paar musikalische Ohrenschmäuse dabei, die aus ihrer eigenen Feder stammen und ganz ihrem Credo, "eine Musik-Poetin zu sein", entsprechen. Es ist letztlich aber auch egal, ob die Musik einem eindeutigen Genre zugeordnet werden kann, das Wesentliche ist und bleibt die Authentizität. Und die ist in jeder Sequenz wahrhaft - egal, ob auf der wunderschönen Ballade "Take My Picture While I'm Smiling" oder dem groovigen "Hold On".

Seit ihrem sechsten Lebensjahr ist die gebürtige Oberösterreicherin musikalisch tätig - und auch dabei war sie zeit ihres Lebens fächerübergreifend: von echter Volksmusik, über Klassik und der Liebe zum Jazz (und zum Pianisten Walter Fischbacher, der ebenso ein Stilistik-Allrounder ist) - reicht ihr Spektrum. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner ging sie nach New York. Ausgerechnet dorthin, wo ein Kunstkritiker einmal spöttisch meinte: "Heimischen Jazz dorthin zu exportieren, kommt dem Feldversuch gleich, ein Glas Wasser in die Donau zu kippen, um zu sehen wie der Wasserstand steigt." Doch weit gefehlt: Die ungebremste Ehrlichkeit ihres Schaffens ist der Schlüssel zum Erfolg. Schon die CD "Ballads in Blue" ließ Kritiker wie C. Michael Bailey in "All About Jazz" jubeln: "Eine Meisterklasse im Balladenspiel." Der Erfolg gibt ihr Recht: International renommierte Künstler wie Ingrid Jensen, Bruce Barth, Minu Cinelu und Christian Howes arbeiten mit ihr - dazwischen schrieb sie preisgekrönte Filmmusik, trat - und tritt - bei internationalen Jazz Festivals auf und unterrichtet an der renommierten School for Jazz in New York City. Auf "Eleven Promises", kollaboriert Lohninger übrigens erstmals mit Phishbacher - dem Trio ihres Partners Walter Fischbacher. woolf

Aktuelle CD:

Elisabeth Lohninger"Eleven Promises", Jazzsick Records

Web-Tipp:

www.lohninger.net

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