Der Universumsbeglücker: HAVASI!

Er ist der Leibhaftige! Der Göttliche! Er ist HAVASI! Und er kommt nach Wien, um mit seiner Wahnsinnsshow, seiner Verbindung von moderner Klassik, Rock und Weltmusik als fleischgewordener Superlativ den Fans Tränen der Rührung in die Augen zu zaubern.

Havasi live on stage / FotoCredit: Havasi Entertainment

 

Wir Hardcore-Musicjunkies sind gierig. Unersättlich. Immer auf der Suche nach dem neuesten Kick, dem Schrägsten, nach dem Stoff, der einen umgehend in eine andere Dimension des Hörens und Lebens beamt. Nachdem wir schon eigentlich alles gehört haben, Jazz, Blues, Country, neuseeländischen Punk, Balkan Brass Bands und Obertongesänge aus Tuva, die Klicklaute der Pygmäen und Wienerlieder, Zwölftonmusik und Jodler, scheint die Landkarte der Musik keine weißen Flecken mehr aufzuweisen. (Und um die braunen Flecken, die ein Andreas Gabalier mit seinem „Volks-Rock’n’Roll“ setzt, kann man einen Umweg machen.) Deshalb nun aber ein neuer Versuch, das musikalisch Fremde zu erkunden. Tusch, Trommelwirbel, Vorhang auf für HAVASI!

HAVASI ist ein ungarischer Pianist. Nein, er ist mehr. Als Vierjähriger erwählt er das Piano, übt täglich zehn Stunden und absolviert als klassisch ausgebildeter Pianist die Franz-Liszt-Musikuniversität in Budapest. Liszt ist sein Vorbild: „Liszt positionierte das Klavier so, dass ihm das Publikum bei seinem akrobatischen Spiel auf die Hände schauen konnte. Er war der erste ‚Rock-Star’-Virtuose, der das Publikum verzauberte. Auch aus diesem Grund, wegen der Show, ist er mein wichtigster Einfluss.“ 2009 wird der Liszt-Fan im Guiness-Buch der Rekorde als „schnellster Pianist der Welt“ verzeichnet. In Kanton (China) führt er ein Konzert mit 50 Pianisten, ihren 50 Konzertflügeln, 100 Musikern und 300 Sängern auf, bei dem er auf einem futuristisch geformten türkisfarbenen Flügel spielt. HAVASI ist ein Phänomen, ausgezeichnet mit drei Gold- und elf Platinalben, das auf über 500 Konzerten in zwölf Ländern begeistert gefeiert wird. Menschen, die diese Show noch nicht erlebt haben, beschreibt er sie als „klassische Musik trifft auf eine Las Vegas-Show. Sie besteht aus einer zweieinhalbstündigen Reise um die Welt, basiert hauptsächlich auf klassischer Musik, verwoben mit Welt- und Rockmusik. Es ist eine neue musikalische Sprache. Unvergleichlich. Das ist vielleicht der Grund für den Erfolg.“ In seinem Heimatland Ungarn sind seine Konzerte in Windeseile ausverkauft, bei seiner Musik erheben sich 20.000 Besucher voll staunenden Unglaubens von den Sitzen.

Foto: Havasi Entertainment

HAVASI ist mehr als Musik, er ist ein Gesamtkunstwerk, ein Projekt, dem sich natürlich nur die Besten aller Mitarbeiter verschrieben haben. "Um einmal die Dimension zu verdeutlichen," sagt er, "für die Stadion-Shows arbeiten wir mit 500 Leuten!" Dabei hat zuerst nur seine Frau an ihn und seine musikalische Vision geglaubt. "Heute kann ich sagen, dass mein Lebenstraum wahr wurde." Riesige Bildleinwände projizieren Videos und Gemälde ungarischer Nationalkünstler in den Konzertsaal. Das Budafok Dohnanyi Symphony Orchestra sorgt für den orchestralen Klassikklang, die Budapest Academic Choir Society lässt engelsgleich die Stimmen erschallen, Gastmusiker, natürlich nur die weltbesten, aus aller Herren Länder, bringen folkloristisches Flair ins Spiel, ein Rockdrummer liefert sich ein Duell mit dem Meister. Das sei moderne klassische Musik, die rockt, heißt es in einer der weltweiten Lobeshymnen in der Presse über seine Musik, die in der Art eines Gulasch einen Musikmix anrührt, der verführerisch genug ist, um Promis wie Roger Moore, Jimmy Carter, arabische Bankiers und chinesische Politiker in seinen Bann und auf gemeinsame Fotos zu zwingen. Dermaßen qualitätsbewusst, beschäftigt HAVASI natürlich nur weltbeste Kostüm- und Bühnendesigner und nur weltbeste Dirigenten. Und der Coiffeur, der dem stolzen Nachfahren von Attila die verwegene Bad-Hairday-Frisur auf den Kopf sprayt, wird sicherlich ebenfalls ziemlich Weltklasse sein. Selbstverständlich stellt die Pyrotechnik, die bei den Konzerten zum Einsatz kommt, ebenfalls einen Superlativ dar. Wer sich seine DVD anschaut, kommt mit offenem Mund aus dem Wunder(n) nicht heraus: die Kamera umkreist den entfesselt spielenden Pianisten, bis dem Betrachter schwindlig wird, unaufhörlich blinken eingeblendete Feuerwerke, die Lichtorgel blitzt im Akkord, das Orchester läuft Amok mit symphonischem Klangbombast, und die Kostüme glitzern, als wäre das Wort "Kitsch" weder erfunden, noch seine Ausführung verboten. "Ich versuche immer, die Ausdrucksfähigkeiten des Pianos zu erweitern. Für mich war es ganz natürlich, einen Rocktrommler ins Spiel zu bringen, eine chinesische Erhu-Spielerin, elektrische Gitarren, einen Gospel-Chor, traditionell indischen Gesang oder einen Beat-Boxer." Pompöse Geschmacksverstärkung der Sinne findet auf allen Ebenen statt, und wenn der Meister des Musikgulaschs sich in dem Buch "My Symphony" als der "Mozart unseres Zeitalters" feiert, dann ahnen wir, dass selbst dieses Lob nicht genug sein kann. Ein Fan will gar den Rest seines Lebens ohne Essen und Trinken auskommen, wenn er nur diese Musik hören darf. Da ist existentielle Größe angepeilt, und sie wird sogar erreicht, wenn in "My Symphony" ein Fan mit den Worten zitiert wird, dass Gott bei der Erschaffung der Welt wohl Musik von HAVASI gehört haben muss. "He's got the whole world in his hands", heißt es in einem alten Spiritual, und damit kann nicht Gott gemeint sein, sondern nur HAVASI, der einzig wahre Universumsbeglücker, der mit dem Können seiner Hände aus dem Vollen der Begeisterung schöpfen kann. "Ich habe eine Botschaft", meint er, "wir mögen auf verschiedenen Kontinenten geboren sein, aber tief in unseren Herzen verstehen wir uns auf eine gemeinsame Sprache. Und diese Sprache ist die Musik." Stimmt schon, wenn Millionen Fans aus aller Welt sich auf die Sprache dieser Musik verstehen und sich nicht irren.

Trotzdem werden sich einige Musicjunkies ungläubig an die Ohren fassen. Hörte sich die Aneignung fremden Musikterrains, das "Neue", früher nicht radikal anders an?

KONZERT-TIPP

26. 11.16: Wien, Wiener Stadthalle, 19.30

WEBB-TIPP: www.havasi.eu

BUCH/DVD/CD-TIPP
Havasi: Modern Classical Composer, Piano Virtuoso: My Symphony - A Incredible Musical Journey
(100 Page Picture Book + DVD + CD)

 

Das gesamte Interview mit Havasi finden Sie hier per Mausklick. 

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