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20 Jahre Lucerne Blues Festival

Ein wahrlich stolzes Jubiläum, welches das Festival rund im GuidoSchmidt, Martin "Kari" Bründler und deren engagiertes Team zubegehen in der Lage war. Den dazupassenden Song, "Lucerne IsA Blues Town", lieferte Lokalmatador Richard Koechli gleich mitund eröffnete fulminant den ersten Tag auf der Hauptbühne desexquisiten Grand Casino Luzern, samt seiner Band The Blue Roots Compagnie.

Mit treibender Slidegitarre, ausgezeichnetem, markantemGesang und tollen Songs gelang ihm ein perfekter Start. NachJohn Nemeth war dann zum ersten - aber nicht zum letzten - MalLegenden-Zeit beim Festival angesagt: Trudy Lynn, mit roter HaarprachtMarke "Little Red Rooster" lieferte mit ihrer Band sowie SteveKrase an der Harp eine faszinierende R&B-, Blues- und Soul-Revue ab.Die darauf folgenden Mississippi Heat hatten es dementsprechendnicht gerade einfach, boten mit ihrem traditionellen Chicago-Bluesaber dennoch einen würdigen Abschluss des ersten Abends.


Der zweite Festivaltag stand einerseits im Zeichen der Newcomerandererseits in jenem der arrivierten Blues- und Soulkünstler. KaraGrainger, Singer/Songwriterin und Gitarristin aus Australien mit Wohnsitzin Los Angeles, eröffnete den Abend mit genialem (Slide)Gitarrenblueswährend die 44's, ebenfalls aus L. A. - verstärkt um Kirk Fletcheran der Gitarre -, ihn mit Bluesrock und Boogie furios beendeten. InsbesondereGrainger stellte dabei einmal mehr unter Beweis, dass einemum die Zukunft des Blues nicht bange sein muss! Zwischen den "Jungen"gab es wieder Zeit für die Legenden des Genres. Zunächst mit Chicago-Blues-Großmeister Jimmy Johnson, begleitet von der DaveSpecter Band sowie Sam Burckhardt, dem Schweizer "Auswanderer"am Saxophon. Die Herren boten authentischen Blues vom Feinsten,während danach "Luzern-Stammgast" Otis Clay gemeinsam mit JohnnyRawls soulmäßig auch die Tr.nendrüsen zum Arbeiten brachten.

Der abschließende Samstag lieferte sodann das krönende Highlightdes Jubiläums-Festivals: Delbert McClinton! Der nicht minderlegendäre Sänger absolvierte eine - von A wie Rock bis Z wie Balladen- großartige Show ab, die vom Publikum denn auch mit berechtigtem,frenetischem Applaus gefeiert wurde. Aber auch der Opener SugarayRayford, mit stattem R&B und Bob Corritore an der Harp sowie CyrilNeville, mit New Orleans- und Swamp-Blues, waren weit mehr als nur"Einheizer" für den Hauptact, sie lieferten selbst überragende Kostvon außergewöhnlicher Qualität ab. Die obligate Zydeco-Party imHauptsaal - vor der großen, abschließenden Session im Casineum -bestritt der seit Jahrzehnten wohl bekannteste Vertreter dieser Stilrichtung,Buckwheat Zydeco, der durchaus auch für jazzige Anklängesorgte. Auch bei den - erwähnten - Jamsessions im Casineum ging es- wie immer bis in die frühen Morgenstunden - hoch her, mit hochkarätigenGastgebern wie Cyril Neville, Sugaray Rayford und den 44's.Ohne Zweifel ist das Blues Festival Luzern weiterhin unter die TopEvents dieser Musik weltweit zu reihen. Und mit Kari Bründler wirdaus den Händen von Guido Schmidt im 21. Jahr des Bestehens einMann der ersten Stunde das Präsidentenamt übernehmen. Für Kontinuitätist damit gesorgt. Denn statt "20 Jahre sind genug" kann esohnehin nur heißen: ad multos annos!

Franz Richter, Herbert Höpfl, Dietmar Hoscher

Web-Tipp: www.bluesfestival.ch 

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