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Soul Gumbo - Die neue CD von Raphael Wressnig

Österreichs wichtigster Exportartikel in Sachen Groove, Hammond-Organist Raphael Wressnig aus Bad Radkersburg, besuchte im Jänner dieses Jahres New Orleans. Als er wieder zurückkehrte, hatte er ein knappes Dutzend mitreißender Songs im Reisegepäck, die er mit alten Freunden und Südstaaten-Legenden "gekocht" hatte.

Gumbo ist ein scharfes Eintopfgericht aus den amerikanischen Südstaaten. Es wird oft tagelang gekocht und kann mit Meeresfrüchten oder diversen Fleisch-, Fisch- oder Gemüsesorten zubereitet werden. Wichtig ist, dass jeder Koch, der etwas auf sich hält, sein ganz eigenes Rezept verwendet oder improvisiert. Die Schärfe und Würze seines zwischen Funk, Jazz, Blues und R&B angesiedelten „Soul Gumbo“ holte sich Tastenmann Raphael Wressnig durch jede Menge Lokalkolorit in New Orleans: in den Music Shed Studios (wo auch einige Produktionen von Dr. John entstanden) nahm er mit langjährigen Weggefährten und einer ganzen Riege lokaler Größen ein knappes Dutzend heißer Songs auf.

„Ich habe die Musik aus New Orleans immer schon geliebt. Ich denke, es gibt keine Stadt auf der Welt, wo sich alle amerikanischen Musikstile auf so einzigartige Weise verbinden. Die Musik und die Küche von New Orleans ähneln einander, weil sie beide aus verschiedensten Traditionen schöpfen. Deshalb wollte ich dort eine Platte aufnehmen und deshalb habe ich den Albumtitel ‚Soul Gumbo’ gewählt.“

Die Riege der Südstaatenlegenden kann sich sehen - und vor allem hören - lassen: Tad Robinson singt zur Eröffnung „Chasing Rainbows“, Walter „Wolfman“ Washington bringt seine soulige Eigenkomposition „I Want To Know“ und Meters-Bassist George Porter jr. mit, später interpretiert Pianist und Sänger Jon Cleary das unterschwellig funkige „Sometimes I Wonder“. Ganz offensichtlicher Funk ist „Slivovitz For Joe“ mit Harry Sokal und Alex Schultz, und der „Soul Jazz Shuffle“ ist ein Feature für Craig Handy. Nicht unerwähnt bleiben soll mein persönlicher Hero dieser CD: die Groove-Maschine Stanton Moore am stets punktgenauen Schlagzeug.

Dass Raphael Wressnig auf jeder der 9 Nummern ein tolles Solo spielt, ist noch das „Sahnehäubchen“ auf einer durchwegs gelungenen Produktion, die auch von der Musicline der Casinos Austria großzügig gesponsert wurde. Wie schreibt Kollege Frank-John Hadley in den Liner Notes? „Raphael sounded like he’d grown up in the flatlands alongside the mighty Mississippi River, or on the banks of Lake Pontchartrain.“ Martin Schuster

CD-Tipp:

Raphael Wressnig „Soul Gumbo“, Pepper Cake/ZYX Music

Web-Tipp: www.raphaelwressnig.com 

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