Batila: Soul mit tiefer Spiritualität

Die Vita des Sängers, Komponisten und Gitarristen Batila Ange da Costa ist mehr als abenteuerlich. Als Kind eines kongolesisch-angolanischen Elternpaares geboren, übersiedelte seine Familie 1985 nach Deutschland, und fortan spielte sich sein Leben zwischen London und Berlin ab. In Berlin besitzt der 42-Jährige seinen Lebensmittelpunkt, in London hatte er jedoch seine ersten großen Erfolge.

Batila

Der aus dem Kongo stammende Papa Wemba, 2016 überraschend bei einem Konzert verstorben, gilt unter den Musikern Afrikas als eine Legende mit Vorbildwirkung. Batila lernte Papa Wemba in London kennen und "durfte" für ihn Songs schreiben. Ein Karrieresprung, der enorme Auswirkungen nach sich zog. "Tatamana" ist nichts anderes als Batilas Bekenntnis, die Musik seiner afrikanischen Vorfahren zu ehren und in eine Zeit mitzunehmen, die geprägt ist von Hektik und verschluderter Oberflächlichkeit. Dieses Vorhaben gelingt dem Singer-Songwriter brillant. Seine Fusion aus original kongolesischen Rhythmen, die gekennzeichnet sind durch typisch afrikanische Drums und Percussions, Reggae-Einflüsse, die u.a. an Bob Marley, Peter Tosh oder Lucky Dube erinnern, angenehm weiche, jazzige Vibes und ästhetisch elegante, elektronische Sounds, nennt Batila Bantu Soul. Die erwähnten, großartigen elektronischen Dekorationen steuerte der Berliner Sounddesigner Damian Press bei. Fokussiert beschäftigte sich Batila mit der Musik seiner wahren Heimat, des Kongo, mit den poetischen und tiefsinnigen Texten und der unverwechselbaren Melodik. Der Tonträger "Tatamana" entstand zwischen Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Berlin und Paris.

Musik mit metaphysischer Wirkung

MusikerInnen aus verschiedenen Staaten und Kontinenten wirkten mit, sodass die CD großzügig, kosmopolitisch und mit metaphysischer Wirkung anmutet. In den ausklingenden 90er Jahren reüssierte Batila mit einem Hip-Hop-Trio namens Soylent Green. Diese musikalischen Phasen waren für Batila, lapidar ausgedrückt, Lehrjahre, bevor er seinen kämpferisch charmanten Bantu-Soul kreierte. "Tatamana" wurde live mit der Stammband Batilas, The DreamBus", eingespielt, GastmusikerInnen verstärkten die Formation. Auf der CD hört man alles, was man musikalisch an Afrika liebt, dezente Bläsersätze, delikaten Chorgesang, der mit Batila dialogisiert, flirrende Sounds der E-Gitarre und Lyrics, die sinnhaft, kämpferisch und realistisch sind. Batila gelang ein exorbitantes Meisterwerk. Ernst Weiss

CD-TIPP: Batila, "Tatamana", Galileo MC

WEB-TIPP: www.galileomusic.de

 

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