Zum zweiten Mal fand jazzambach statt – und auch heuer war spürbar, dass das Festival bereits 2025 ein Aha-Erlebnis ausgelöst hatte: Viele kamen nicht aus Zufall, sondern mit Erwartung. Im Markt Götzis (knapp 12.000 Einwohner) gaben sich internationale Gäste und lokale Kräfte die Klinke in die Hand, begleitet von einer auffallenden Mischung aus Herzlichkeit, Professionalität und einem Publikum, das längst nicht nur aus der Umgebung anreiste – diesmal hörbar auch aus Salzburg, Oberösterreich, Deutschland und der Schweiz.

Künstlerischer Kopf des Ganzen ist David Helbock – Vorarlbergs Jazz-Aushängeschild und Kurator, der dieses Niveau nicht nur verwaltete, sondern mit klarer Handschrift füllte: mit starken Namen, aber ebenso mit Vermittlungsformaten, mit “Teaser”-Idee, Nachwuchsarbeit und dem konsequenten Gedanken, Festival nicht als bloße Konzertkette, sondern als künstlerisch gedachte Dramaturgie zu setzen.

Auftakt: Literatur, Jazz, Spielfreude
Michael Köhlmeier & das jazzambach ensemble 2026
Bereits am Mittwoch eröffnete jazzambach 2026 mit einem programmatisch klug gesetzten Abend zwischen literarischem Anspruch und musikalischer Spielfreude. Michael Köhlmeier, Vorarlberger und einer der großen Erzähler des deutschsprachigen Raums, traf auf das eigens für diesen Anlass formierte jazzambach ensemble 2026 unter der musikalischen Leitung von Claude Diallo – eine länderübergreifende Formation mit Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg.



Köhlmeier las aus „Boulevard Der Helden“ – Geschichten über Jazzikonen, aber auch mit augenzwinkernden autobiografischen Seitenblicken auf seine eigene „Möchtegernbeatlesband“ der 1970er. Die Verbindung von Lesung und improvisatorisch gerahmter Musik erwies sich als lebendig und abwechslungsreich. Stark präsent war Mahan Mirarab, Artist in Residence des Festivals. Seine Eigenkomposition brachte spürbare emotionale Bezüge zu seiner iranischen Herkunft ein und setzte einen persönlichen Akzent. Zum Abschluss überraschte Heidi Caviezel mit Led Zeppelins „Thank You“, ins Jazz-Idiom arrangiert. Warum diese Nummer bislang kaum im Jazz-Kontext auftauchte, bleibt tatsächlich erstaunlich – in dieser Fassung funktionierte sie überzeugend.
Tag zwei: Premiere, dann Explosion
Florian King Trio & Deepstring (mit Gästen)
Am Donnerstag folgte eine Premiere: Florian King traf mit seinem Trio auf das internationale Streichquartett Deepstring. Marta Cappetta (Viola), Kamohelo Moshoaliba (Viola), Emilian Gallez (Violoncello) und Paula Gomez (Kontrabass) – mit Wurzeln in Italien, Südafrika, Costa Rica und dem Bregenzerwald – bildeten gemeinsam mit Kings Trio ein erweitertes Doppelquartett. King, in Vorarlberg vor allem als engagierter Musikpädagoge bekannt, hatte für diese Konstellation eigene Kompositionen und Arrangements vorbereitet. Die Idee blieb dabei klar: keine Streicher als bloßer Klangteppich, sondern gleichberechtigtes Zusammenspiel zweier in sich homogener Klangkörper.


Der angekündigte Special Guest Herbert Walser-Breuss musste krankheitsbedingt absagen. An seine Stelle traten kurzfristig Jodok Lingg (Trompete) und Fabio Devigili (Saxophon), die sich nahtlos einfügten und dem Projekt zusätzliche Impulse verliehen. Das Ergebnis war eine kompakte, konzentrierte Performance mit klarer Struktur – eine gelungene Premiere, die nach mehr ruft.
Shake Stew
Und dann am Donnerstag als Abschluss: Shake Stew – derzeit das Maß der Dinge, wenn’s um österreichischen Jazz mit internationalem Flair geht. Sie präsentierten ihr gerade erschienenes Doppel-Vinyl-Album (Titelstory in der CONCERTO-Ausgabe 1-26) und zeigten gleich zu Beginn, dass diese Band den Groove nicht “anlegt”, sondern lebt: Gleich die ersten beiden Nummern waren rhythmisch so treibend, dass sich das Lächeln und die Freude wie von selbst einstellte.


Lukas Kranzelbinder
Grandios das eingespielte Team, das trotz zwei Bässen und Doppel-Drums nie in Unschärfe abdriftete, sondern mit erstaunlicher Klarheit arbeitete. Als letzte Nummer zauberte Saxophon-Ausnahmeerscheinung Yvonne Moriel ein regelrechtes Feuerwerk an Solo auf die Bühne. Auch das gemeinsame Drum-Solo von Herbert Pirker und Nikolaus Dolp war ein Moment, bei dem einem – vor Aufregung und purer Energie – sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen. Dazu die köstlichen Reden von Lukas Kranzelbinder, die die Atmosphäre zusätzlich auflockerten und das Publikum schmunzeln ließen. Chapeau.
ACT Music Night: Kurator im Zentrum, dann ein Rising Star
Kurator und Vorarlbergs renommierter Jazzpianist David Helbock eröffnete die ACT Music Night mit einem Set, das schon in der Konzeption zeigt, wie sehr er jazzambach als Bühne für Begegnungen denkt. Mit der Bassistin und Cellistin Julia Hofer begann er bewusst im Duo – zwei Nummern, in denen Hofers Spiel mit Klarheit und trockenem Groove ebenso punktete wie mit der Fähigkeit, das Klangbild von innen zu färben, ohne sich vorzudrängen.

Helbock lud alle Mitwirkenden des Albums „Faces Of Night“ zum Festival ein, und so kamen nach und nach die Gäste auf die Bühne: Lorenz Raab mit elegantem, lyrischem Zugriff, Veronika Harcsa mit einer Vokal-Performance, die zwischen expressiver Körperlichkeit und feiner Nuancierung schaltete, und schließlich Mahan Mirarab, der das Line-up auf seine bestechende Art ergänzte. Die komplette Performance war äußerst abwechslungsreich – von ruhig bis emotional groovig – und gerade darin lag ihre Stärke: nicht ein Effekt, sondern ein ständiger Wechsel der Perspektiven.

Der Rising Star der letzten Jahre: die aus der Mongolei stammende, in München lebende Pianistin Shuteen Erdenebaatar mit ihrem Quartett. Neben Nils Kugelmann am Bass und Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug stand erstmals der junge Tenorsaxophonist Simon Comté mit ihr auf der Bühne. Sein warmer Ton konnte gefallen; je länger er spielte, desto mehr wuchs er hinein, genoss als „Benjamin“ hörbar die Resonanz und nahm die Lorbeeren des Publikums dankbar mit.

Erdenebaatar ließ ihren Mitmusikern großzügig Raum und stellte sich phasenweise bewusst in den Hintergrund. Wenn sie jedoch die Führung übernahm, zeigte sich ihre ganze Klasse: klar gezeichnete melodische Linien, harmonisch durchdacht, mit rhythmischer Entschlossenheit – und einer Handschrift, die sofort wiedererkennbar wirkte. Eine exzellente Performance, die das Publikum überzeugte. Ihre musikalische Reife ist unüberhörbar – beim nächsten Mal darf sie diese ruhig noch offensiver ausspielen.


Samstag: Internationale Klasse auf der Hauptbühne
Das Filippa Gojo Quartet setzte einen anderen Akzent – konzentriert, klanglich differenziert und stark auf Ensemblearbeit ausgerichtet. Gojo versteht es, mit ihrer Stimme Räume zu öffnen, ohne sie zu dominieren. Ihr Gesang bewegte sich zwischen klarer Linienführung und freier Gestaltung, stets eingebettet in ein sensibles Zusammenspiel mit ihren Mitmusikern.Auffällig war die Balance zwischen Struktur und Offenheit: Kompositorische Vorgaben wurden nie statisch, sondern blieben durchlässig für spontane Entwicklungen. Das Quartett agierte als geschlossener Organismus, in dem jede Stimme ihren Platz hatte. Gerade in ruhigeren Passagen entstand eine dichte Atmosphäre, die das Publikum förmlich in den Klang hinein zog. Gojo überzeugte mit Ausdruckskraft ohne Überzeichnung – eine Performance, die ihre künstlerische Eigenständigkeit deutlich machte und das Festival um eine weitere, feinsinnige Facette bereicherte.

Mit besonderer Spannung wurde das Wolfgang Muthspiel Trio erwartet. An seiner Seite: Scott Colley am Bass und Brian Blade am Schlagzeug – zwei Musiker, die seit Jahrzehnten zur internationalen Spitze zählen. Schon die ersten Töne machten klar, warum diese Konstellation weltweit als Referenz gilt: ein ungemein dichtes, aufmerksames Zusammenspiel, in dem jeder Impuls sofort aufgenommen und weitergeführt wird.

Muthspiels Gitarrensprache ist dabei unverkennbar – lyrisch grundiert, harmonisch weit gespannt, rhythmisch präzise. Colley agierte mit eleganter Zurückhaltung und zugleich klarer Präsenz, während Blade das Geschehen mit seiner typischen Mischung aus Energie und Sensibilität strukturierte. Nichts wirkte demonstrativ, alles entstand organisch aus dem Moment.
Das Trio entwickelte über die Dauer des Sets eine beinahe kammermusikalische Intensität, die sich immer wieder in kraftvolle Verdichtungen öffnete. Gerade diese Balance zwischen feiner Detailarbeit und energetischen Ausbrüchen verlieh dem Auftritt seine besondere Spannung. Ein Höhepunkt, der die internationale Dimension von jazzambach eindrucksvoll unterstrich.
Kapelle St. Arbogast: Konzentration als Qualität

Die Kapelle St. Arbogast ist bei jazzambach mehr als eine Nebenbühne: ein Ort der Ruhe, der Reduktion und des genauen Zuhörens. Der Raum “zieht” nichts nach außen, er bündelt. Gerade dadurch bekommen leise, konzentrierte Formate eine Tiefe, die im großen Saal so nicht herstellbar wäre – und man merkt schnell, wie sehr das Festival diese Qualität bewusst in die Dramaturgie einbaut.
Günter Wehinger & Julio Azcano

Günter Wehinger ist Vorarlberger, seine Arbeitswelt jedoch die Schweiz – und genau deshalb ist er jenseits des Arlbergs in Österreich viel zu selten zu hören. In der Kapelle St. Arbogast spielte er mit dem argentinischen Gitarristen Julio Azcano ein anmutiges Konzert, der Ruhe und der Atmosphäre des Raumes angepasst. Es entstand ein intensiver Dialog zwischen Querflöte und Gitarre, verortet zwischen Klassik, Folklore und Jazz – ohne große Gesten, dafür mit feinen Verschiebungen, mit Zeit zum Hinhören. Zum Abschluss spielte Julio Azcano ein Stück von Ralph Towner – eine stille Reminiszenz anlässlich seines kürzlichen Todes. Ein Konzert, das ganz auf Nuancen vertraute und damit besonders jene erreichte, die sich auf leise, konzentrierte Klangräume einlassen.
Mahan Mirarab & Golnar Shahyar
Ein weiteres Konzert in der Kapelle St. Arbogast, das diesem Rahmen besonders würdig entsprach: Mahan Mirarab und Golnar Shahyar entwickelten eine subtile Emotionalität, die im Raum sofort greifbar war. Golnars Stimme wechselte mühelos von ruhiger Innigkeit zu expressiver Intensität; Mirarab ging darauf mit großer Feinfühligkeit ein, als würde er nicht begleiten, sondern mitatmen.

Zu hören waren arrangierte Kunstlieder aus dem Iran, Eigenkompositionen des Duos und englisch gesungene Songwritings, die dennoch perfekt in diesen sakralen Rahmen passten; auch westafrikanische Farben flossen von Mirarab ein – nicht als “Zitat”, sondern als organischer Bestandteil des Erzählens.
Ein besonderer Moment ergab sich auch durch die Architektur des Raumes: Das hohe vertikale Fenster der Kapelle ist so konstruiert, dass um die Mittagszeit – von etwa fünf vor 12.00 Uhr bis fünf nach 12.00 Uhr – ein präziser Lichtstreifen in den Raum fällt. Nach vier Tagen Regen wurde dieses Sonnenfenster zu einer zusätzlichen “Erhellung”, die wie gemacht schien für die Dramaturgie des Konzerts (nicht zufällig – nur selten möglich, weil eben die Sonne scheinen muss). Bei den Zugaben trat noch ein Balaban-Spieler (in Vorarlberg lebend) als Überraschungsgast hinzu, dessen warme, erdige Klangfarbe dem Vormittag einen weiteren leisen Akzent verlieh.
Finale: Die Grande Dame des Vocal Jazz
Mit Spannung wurde am Sonntag frühen Abend Norma Winstone erwartet. CONCERTO widmete dieser Grande Dame des Vocal Jazz die Titelstory (Ausgabe 6-25). An ihrer Seite: Kit Downes, einer der begnadetsten Pianisten der jüngeren Generation – ideal für die musikalische Dramaturgie einer Winstone, weil er nicht “ausstellt”, sondern trägt, öffnet, reagiert.



Sie gestaltete den Abschluss des Festivals jazzambach in Götzis. David Helbock hatte sie zuvor treffend als „Grand Dame“ der europäischen Vokalistinnen angekündigt. Ihr Auftritt bündelte noch einmal jene Offenheit und künstlerische Neugier, die das Festival insgesamt prägte. Gemeinsam mit Downes, mit dem sie auch ein Duo-Album bei ECM veröffentlicht hat, entwickelte sie einen dichten, fein austarierten Dialog. Der Raum, den sie ihm am Konzertflügel ließ, machte seine Vielseitigkeit und sein sensibles Gespür als Partner hörbar. So entstand ein Abend, der auf konzentriertes Zuhören und gegenseitige Inspiration setzte – ganz im Sinne der intimen Atmosphäre in Götzis.
Ein besonderer Moment war „A Timeless Place“, ihr Text zu „The Peacocks“ von Jimmy Rowles – ein Stück, das man am selben Tag bereits in einem Workshop erleben konnte, als sie es spontan im Duett mit Golnar Shahyar sang. Diese Verbindung von Konzert und Workshop, von Bühne und unmittelbarer Begegnung, prägte auch das Festival insgesamt.
Mit einigen eingestreuten Standards – darunter ein Cole-Porter-Song – rundete sie das Programm ab. „Everything I Love“ hätte als Motto über diesem Schlussabend stehen können – und über einem Festival, das einmal mehr zeigte, wie lebendig und generationenübergreifend europäischer Jazz heute klingt
Ein wesentlicher Teil des Abends war dem Album „Outpost Of Dreams“ gewidmet, mit Kompositionen wie „Jesus Maria“ (Carla Bley) und „The Steppe“ (John Taylor). Der über zehn Minuten währende, melodiöse „Beneath An Evening Sky“ von Ralph Towner geriet zu einem besonderen Moment des Abends. Doch es wäre vermessen, ein einzelnes Stück herauszugreifen: Das Programm entwickelte sich als geschlossener, organischer Fluss.
Gesanglich war Winstone “on top” – man stelle sich vor: Sie feierte im Herbst ihren 84. Geburtstag und singt, als wäre sie 30. Downes ging auf sie ein mit einer Leichtigkeit, die hörbar Spaß machte und das Publikum mitnahm; der Autor der Zeilen erwischte sich selbst völlig versunken, in der Hoffnung, es möge noch Stunden so weitergehen. Standing Ovations waren die logische Folge – und drei Zugaben. Ganz am Schluss: „I Fall In Love Too Easily“ – ein letzter, eleganter Satz, der im Raum hängen blieb.
Vermittlung, Begegnung, Nachwuchs
Parallel zum Konzertprogramm bot jazzambach ein vielseitiges Rahmenprogramm. Im Seminarzentrum St. Arbogast fanden zahlreiche Workshops statt – unter anderem mit Mahan Mirarab zu mikrotonalen und rhythmischen Konzepten, mit Julia Hofer zu Bass-Technik und Groove, mit Veronika Harcsa zur vokalen Improvisation sowie ein Workshop mit Norma Winstone, der eindrucksvoll zeigte, wie differenziert und zugleich zugänglich vokaler Jazz vermittelt werden kann.

Im Alten Kino stand das Kindermitmachkonzert auf dem Programm – musikalisch auf bemerkenswert hohem Niveau. Elemente aus Flamenco, differenzierte Piano-Rhythmik und tänzerische Impulse prägten das Format. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer genossen es sichtlich und ließen sich mit großer Neugier darauf ein – im Gegensatz zu so manchem Erwachsenen, der sich wohl insgeheim eingestanden hätte, dass es musikalisch für ihn viel zu anspruchsvoll gewesen wäre.
Ein Matinee-Konzert im Frühstückssaal von St. Arbogast setzte einen entspannten Akzent, während zusätzliche Formate im Foyer der AMBACH den Festivalcharakter erweiterten und Begegnungsräume schufen.
Warum das hier so gut funktioniert
Die Kombination aus einem kleineren Ort mit toller Infrastruktur – nicht nur was die Location betrifft, sondern auch die Anbindung im regionalen und internationalen Bereich (Bahnanschlüsse Richtung Schweiz, Deutschland und Wien; dazu etwa Zürich als idealer Flughafen für Musikerinnen und Musiker) –, ein äußerst engagierter Verein jazzambach, aufgeschlossene und offenherzige Bewohnerinnen und Bewohner, und ein aus der Region stammender international renommierter Jazzmusiker als Kurator David Helbock, der weltweit persönliche Kontakte zu Musiker:innen und Agenturen hat: Das macht diesen Ort “hochexplosiv” für ein erfolgreiches Festival.
Dazu kommt ein fein abgestimmtes Line-up, das eine große Bandbreite zeitgenössischen Jazz abdeckt. Für Besucherinnen und Besucher wirkt vieles einfach und entspannt – was meist ein ziemlich sicheres Zeichen ist, dass im Hintergrund gut gearbeitet wird. In Wien diskutiert man seit bald zehn Jahren, wie man das Jazzfest Wien wieder ins Leben rufen kann – hier wird einfach gemacht. Und erfolgreich. Auch der Bund ist längst draufgekommen und hat dieses Jahr seine Subvention berechtigterweise erhöht.
Überhaupt scheint Jazz oft dort besonders gut zu gedeihen, wo die Region überschaubar ist und eine Idee von unten nach oben wachsen kann. Man denkt an Bezau Beatz, Saalfelden, Inntöne, Leibnitz, ArtActs Tirol, Outreach in Schwaz, das Internationale Musikfest Waidhofen – überall ähnliche Mechanismen: Eine Idee wird geboren, dann behutsam, mit Willenskraft und Motivation umgesetzt. Nicht umgekehrt, dass man Geld wie ein Füllhorn ausschüttet und glaubt, daraus entstünde automatisch etwas Lebendiges – das wirkt meist krampfhaft.
Zurück zu jazzambach 2026: 2000 Besucherinnen und Besucher, 400 mehr als im Vorjahr, sowie über 100 Nächtigungen unterstreichen übrigens die positive Entwicklung des Festivals. Und wie sang Norma Winstone als Zugabe „I Fall In Love Too Easily“. Den Satz kann man durchaus auch als Besucher gegenüber diesem Festival sagen: Wer hier einmal zu Gast ist, kommt mit Sicherheit wieder.
Apropos Wiederkommen: jazzambach 2027 findet vom 17. bis 21. Februar statt. Sofort notieren, ist der Tipp des Autors.
Artikel und Fotos: Herbert Höpfl
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