Hohe Auszeichnung für Wolfgang Muthspiel

Der international renommierte österreichische Gitarrist und Komponist Wolfgang Muthspiel wurde am 20. Oktober im Wiener Künstlerhaus mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Die feierliche Überreichung erfolgte durch Sektionschefin Theresia Niedermüller.

Wolfgang Muthspiel, ein würdiger Preisträger, die Auszeichnung wurde von Sektionschefin Theresia Niedermüller überreicht. Foto_Höpfl

Die Laudatio hielt Musikjournalist und Ö1-Moderator Albert Hosp, der dabei besonders seine langjährige persönliche und musikalische Verbundenheit mit Muthspiel hervorhob. Für die musikalische Umrahmung sorgte Trompeter Mario Rom.

Musikalische Laudatio kam von Musikerkollegen Mario Rom …
… die Laudatio in Worten von Albert Hosp.“ Fotos: Höpfl
Wolfgang Muthspiel bei seiner Dankesrede. Foto: Höpfl

Mit dieser hohen staatlichen Ehrung würdigt die Republik Österreich einen Musiker, der seit Jahrzehnten zu den international bedeutendsten Persönlichkeiten des Jazz zählt

In seiner Dankesrede gewährte Muthspiel persönliche Einblicke in sein künstlerisches Selbstverständnis. Musik sei für ihn von Anfang an ein Abenteuer gewesen, die Suche nach dem idealen musikalischen Augenblick ein lebenslanger Antrieb. Mit feinem Humor bemerkte er: „Talent ist schön. Aber Gott sei Dank übe ich auch gerne.“

Besonders eindringlich sprach Muthspiel über die Kraft der Musik in einer zunehmend fragmentierten Welt. „In manchen Phasen meines Lebens hat mich die Musik buchstäblich gerettet“, bekannte er. Die Essenz des Jazz liege für ihn in der Improvisation, im Zuhören und im Vertrauen auf den Augenblick. Dass er sein musikalisches Ideal trotz jahrzehntelanger Suche nie ganz erreicht habe, empfindet er keineswegs als Scheitern: „Und wahrscheinlich liegt genau darin die Schönheit dieser Arbeit.“

Artikel und Fotos: Herbert Höpfl