Jamaika-Vibes im Burgenland

Das Festgelände Wiesen und Reggae gehören spätestens seit den legendären Sunsplash-Festivals, die in den 1990er-Jahren in der kleinen burgenländischen Gemeinde stattfanden, zusammen. Und so passt es wunderbar, dass ausgerechnet im 50. Jahr der Wiesen-Festivals hier wieder Österreichs größtes Reggae-Festival über die Bühne ging.
Reggae ist zurück in Wiesen

Zwei Tage lang stand das Gelände ganz im Zeichen von Roots Reggae, Dub und seinen zeitgenössischen Spielarten. Mit Alpha Blondy & The Solar System, The Wailers und Alborosie standen einige der großen Namen des Genres auf der Bühne. Culture feat. Kenyatta Hill, Queen Omega und die legendären The Congos sorgten zusätzlich dafür, dass auch die unterschiedlichen Generationen des Reggae prominent vertreten waren.
Einen besonderen Akzent setzte Dubblestandart mit Dawn Penn. Der Gastauftritt der jamaikanischen Sängerin, deren Karriere bis in die 1960er-Jahre zurückreicht, schlug dabei noch einmal eine Brücke weit zurück in die Geschichte des Reggae.

Ein Fixpunkt im Festivalsommer
Doch One Love beschränkte sich längst nicht mehr nur auf die Konzerte der Main Stage. Sound Systems und die bis in die frühen Morgenstunden laufende Afterhour auf der Second Stage gehörten ebenso zum Festival wie Workshops, Markt und Camping – und sorgten für jene entspannte Atmosphäre, für die das Wiesener Gelände seit Jahrzehnten prädestiniert scheint.
Spätestens in seinem sechsten Jahr und mit einem neuen Besucherrekord hat sich das One Love Festival damit endgültig als Fixpunkt in der österreichischen Festivallandschaft etabliert. Und Wiesen empfiehlt sich einmal mehr als geradezu ideale Spielstätte für Reggae: überschaubar, von Natur umgeben und mit einer Festivalgeschichte, die man an diesem Ort noch immer spürt
Oder, um es mit Bob Marley zu sagen: „Let’s get together and feel alright.“
Bericht und Fotos: Nick Wukovits
